Das Tiertafelprojekt

Arfelder Heimatverein

Das Tiertafelprojekt 

in Zusammenarbeit mit der Klasse 4b der Grundschule DotzlarArfeld ist ein Dorf mitten in einer abwechslungsreichen Landschaft: Flussaue, Wiesen, Berghänge mit alter Hudelandschaft, Felshänge und Waldflächen mit Laub- und Fichtenbestand. Ensprechend vielseitig ist hier auch die Fauna. Aber weiß jeder, was es hier alles für Tiere gibt und wie diese Tiere in die dieser Landschaft ihr Überleben sichern? Das war die eine Ausgangssituation für das Tierschilderprojekt.Zum anderen steht im Stundenplan der 4. Klassen der Grundschule Dotzlar das Verfassen von Sachtexten auf dem Programm. Wie schreibe ich einen Informationstext, war die Aufgabe und wurde mit dem Verfassen von Tierbeschreibungen geübt. Zum Schluss der Unterrichtsreihe durfte sich dann jede Schülerin, jeder Schüler ein Tier aus einer langen Liste heimischer Arten aussuchen, dass sie/er beschreiben konnte. Spannende Detailinformationen kamen zusammen. Und diese Hausaufgabe war nicht nur für das Schulheft gedacht, sondern kam auf eine Tafel, die am Ederauenradweg den Spaziergängern, Wanderern und Radfahrern nun Auskunft über die hier beheimateten Tiere gibt.Am Tag der gemeinsamen Montage der Schilder mit Schülern, Eltern, Lehrern, Sponsoren und Initiatoren des Arfelder Heimatvereins waren sich alle einig, da hatten die jungen Autoren ganze Arbeit geleistet. Angewandter Naturschutz macht gemeinsam richtig viel Spaß.Das hofft der Arfelder Heimatverein nun auch mit vielen anderen Interssierten zu teilen und hat die Texte mit Bildern auf der Homepage zum Nachlesen eingestellt. Viel Spaß beim Lesen.Zum Schluss eine Bitte: Sollten Sie noch eigene Fotos von Tieren haben, die hier vorgestellt werden, würden wir uns über eine kostenlose zur Verfügungstellung freuen. Bitte mit Namen des Fotografen an die Mailadresse der Heiamtvereins info(at)arfelder-heimatverein(dot)de senden.

Herzlichen Dank

Dankeschön an die Sponsoren

  • Bad Berlebrug Markt und Tourismus e.V.
  • Gelbach Holz
  • Kur Apotehke, Wolter
  • Volksbank Wittgenstein eG
Grasfrosch / Florian Zoll

Der Grasfrosch (Rana temporaria)

Aussehen:

Die Oberflächentönung kann rot-, gelb-, oder braun sein und ein Fleckmuster haben. Sie wirken groß und plump von ihrer Erscheinung her und erreichen eine Körperlänge bis zu 11 cm. Die Weibchen werden etwas größer als die Männchen. Die Vorderbeine der Männchen sind kräftiger als die der Weibchen, um sich bei der Fortpflanzung bei den Weibchen festhalten zu können. 

 

Lebensraum:

Grasfrösche leben in fast allen Lebensräumen von Meeresspiegelhöhe bis zu den Hochgebirgen. Sie mögen es am liebsten in schattigen kühlen Gebieten. Sie sind nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich an feuchten Plätzen. Sie überwintern im Schlamm von Teichen, häufiger jedoch in frostfreien Erdlöchern.


Nahrung:

Grasfrösche ernähren sich von Käfern, Heuschrecken, Spinnen, Asseln, Schnecken und anderen Kleintieren. Die Laven ernähren sich von Algen.

 

Fortpflanzung:

Das Laichgewässer sollte stehend oder langsam fließend sein, ideal sind flache, sonnenbeschienene Teiche, Weiher oder kleine Flüsse. Die Laichballen der Grasfrösche haben circa 700 – 4500 Eier, diese werden vom Weibchen meist im seitlichen Uferbereich auf unbewachsenem Gewässergrund oder auf untergetauchten Pflanzen abgelegt. Die Eier werden beim Austritt aus der weiblichen Kloake vom rücklings aufsitzenden Männchen besamt. Je nach Außentemperatur schlüpfen die sechs bis neun Millimeter langen Larven – auch Kaulquappen genannt – nach wenigen Tagen oder nach bis zu vier Wochen. Die Wandlung von der wassergebundenen Larve zum an Land lebenden Frosch dauert zweieinhalb bis drei Monate. Der Laubfrosch ist erst nach ca. zwei Jahren geschlechtsreif.

 

Beobachtungszeitraum:

Mai bis Oktober

 

Gefährdung:

Vögel wie z. B. Storch, Bussard, Steinadler, Milan, Uhu, Waldkauz, Schleiereule und auch Amsel und Enten lieben den Grasfrosch oder seine Larve als Nahrung, aber auch bei Säugetiere wie Fuchs, Dachs, Iltis, Wildschwein und Ratten steht der Grasfrosch auf der Speisekarte. Frösche sterben aber auch in den Wintermonaten oder auf ihren Wanderungen durch Straßenverkehr.

Wusstest du, dass der Laubfrosch nach der Winterstarre, meist im März in regnerischen Nächten zum Laichplatz wandert?

Das Tiertafelprojekt
Das Tiertafelprojekt

Florian Zoll, Klasse 4 b Grundschule Dotzlar

Feuersalamander / Conner Mischke